Bei dem diesjährigen MINT-Camp haben sich 17 Schülerinnen und Schüler aus dem Münsterland, fünf Tage lang mit der Welt der Astronomie beschäftigt und sowohl theoretische, als auch praktische Einblicke erhalten. Unser absolutes Highlight war, dass jeder einen eigenen Zugang für das „The Schools‘ Observatory“ bekommen hat. Dort haben wir die Möglichkeit, eigenständig Beobachtungsaufträge an professionelle Teleskope zu schicken. Wir haben uns sofort in kleinen Gruppen zusammengefunden und Aufträge für „Moving Objects“ wie Asteroiden aufgegeben. Als am nächsten Tag die Bilder aufgenommen wurden und für uns bereitgestellt waren, haben wir diese mit einem Online-Tool so aufbereitet, dass man den Asteroiden und andere beobachtete Objekte gut erkennen konnte.

Neben der Digitalarbeit kam auch die Theorie nicht zu kurz: Wir experimentierten mit Linsen und Spiegeln, um die Funktionsweise von Teleskopen zu verstehen, analysierten Absorptions- und Emissionsspektren am Computer und lernten den Gasriesen Neptun und seinen Mond Triton genauer kennen. Außerdem berechneten wir mit aufgenommenen Sonnenbildern von mehreren Tagen, anhand sogenannter Sonnenflecken die Rotation der Sonne. Am ersten Tag bauten wir als Gruppe mit Alltagsgegenständen eine Raumsonde, die Gestein von Asteroiden einsammeln sollte. Diese musste einen Fall aus 6 Meter Höhe bestehen und anschließend Probenmaterial erfolgreich aufsammeln können. Eigentlich war geplant, dass wir jeden Morgen eine Live-Schaltung zum Teleskop in Siding Springs, Australien herstellen. Aufgrund von schlechtem Wetter, blieb das Teleskop leider geschlossen. Dennoch konnten wir praktisch arbeiten: Wir haben die Rohdaten der, mit dem Teleskop aufgenommenen Bilder, extrahiert und gelernt, wie man aus „langweiligen“ bzw. tristen Schwarz-Weiß-Bildern mit einem sogenannten RGB-Kompositions-Tool, farbige „Deep-Sky-Fotos“ bastelt.

Wir bekamen eine Führung durch das Institut für Planetologie. Dort zeigten uns Master-Studierende ihre aktuellen Arbeiten, zudem präsentierte uns ein Ingenieur, eine echte Raumsonde, die in näherer Zukunft, Gesteinsproben von Asteroiden einsammeln soll. Für uns war es eine spannende Woche mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen im Bereich der Astronomie.

Vielen Dank an das Team, für diese Eindrucksvolle Woche!

Text: Valentin Horstmann & Hanna Reichel (Q1)